Viele waren eingeladen, doch wenige kamen

Obwohl es vor 50 Jahren im Konfirmandenunterricht viel auswendig zu lernen gab, seitenweise Texte abzuschreiben waren und sie bei der Konfirmandenprüfung mit Angstschweiß und Herzklopfen vor der versammelten Gemeinde saßen –  schöne Erinnerungen gab es auch an die damalige Zeit, und die haben sich die acht Jubilare eines 20 Mitglieder starken Jahrgangs bewahrt. Am Palmsonntag, dem 25. März, kamen sie anlässlich ihres Konfirmationsjubiläums in Kettenheim zusammen, feierten Gottesdienst und verbrachten den Tag miteinander.

Nach dem Gottesdienst stellten sich die Goldenen Konfirmanden mit Pfarrerin Anja Krollmann vor der Kettenheimer Kirche zum obligatorischen Gruppenfoto auf.
Foto: Erhard Pfeiffer

In der Kirche und beim anschließenden Beisammensein ließen sie die vergangene Zeit Revue passieren, frischten Erinnerungen auf und knüpften an ehemalige Kontakte an. Ihr Jubiläum feierten: Brigitte Dietl geb. Zimmermann, Gudrun Flörks geb. Schach, Hildtrude Pfeiffer, geb. Kreis, Hans-Georg Adam, Armin Drebes, Ronald Kallenbach, Wilhelm Ludwig Meitzler, Friedhelm Willig.

Zum Jahrgang der Goldenen Konfirmanden gehören auch Waltraud Hilger, Franz Walter Adam, Erhard Aulbach, Hans Wilhelm Discher, Karl Dieter Kochendörfer, Gerd Morgenthaler, Axel Nickele, Wilhelm Ralf, Roland Stein, Detlef Wollesen. Für sie und die aus dem Jahrgang verstorbenen Wilfried Lehmann, Erhard Jakob Sandmann und Rüdiger Scherdel wurde im Gottesdienst Fürbitte gehalten.

Da es nur wenige Jubilare waren, die ihre Teilnahme an der Feier zusagten, fand das Kaffeetrinken am Nachmittag im Haus der Familie Pfeiffer statt. Dort hatten sich die Goldenen Konfirmanden schon vor Beginn des Gottesdienstes mit der Pfarrerin getroffen, um gemeinsam zur Kirche zu gehen und ins Gotteshaus einzuziehen. Weil das Pfarrhaus derzeit saniert wird, stand es als traditioneller Treffpunkt nicht zur Verfügung. Wegen der Sanierung wurde die Feier in diesem Jahr auch auf die Goldene Konfirmation beschränkt. Das Fest der Diamantenen oder Eisernen kann im nächsten Jahr mit einem Gottesdienst nachgeholt werden.

Wer 2019 die Jubelkonfirmation begehen will, ist herzlich eingeladen, sich bis Mitte Januar im Pfarrbüro in Wahlheim zu melden, Telefon: 06731/43358. Dort befindet sich ein Konfirmationsregister mit Namen der Mitglieder eines Jahrgangs. Nicht bekannt sind im Pfarramt aktuelle Namen und Wohnorte. Es liegt also an der Einsatzbereitschaft der Jahrgänge, ob eine Jubelkonfirmation zustande kommt. Dafür braucht es freiwillige Helfer, die sich auf die Suche nach Adressen und Telefonnummern ihrer Mitkonfirmanden machen.

Die aktuellen Daten werden auf einer Liste im Pfarramt gesammelt. Von dort aus werden Einladungen an die Jubelkonfirmanden versandt. In die Einladung können Informationen über den weiteren Verlauf eines Festes aufgenommen werden. Die Angeschriebenen werden in ihrer Einladung um Rückmeldung gebeten, ob sie am Gottesdienst und dem anschließenden Beisammensein teilnehmen. Die Rückmeldungen kommen ins Pfarrbüro und werden von dort aus an die Planungsgruppe weitergegeben. Je früher Antworten kommen, umso leichter ist es für die Verantwortlichen, das Fest vorzubereiten.

Viele finden es schön, ihr Konfirmationsjubiläum mit einem Gottesdienst und anschließenden Beisammensein zu gestalten. Ein solcher Tag bietet die Chance, alte Weggefährten wiederzusehen, Rückblick auf das vergangene Leben zu halten, für Gutes, das es darin gab, zu danken und Schweres zu klagen, Beziehungen wiederherzustellen, Kontakte neu zu knüpfen oder bestehende Verbindungen aufrechtzuerhalten.

Die nächste Jubelkonfirmation wird am 14. April 2019 in der Kettenheimer Kirche gefeiert. Wer im kommenden Jahr vor 50, 60 oder 65 Jahren im Kettenheimer Grund konfirmiert wurde, kann dieses besondere Ereignis dann mit Jahrgangskameraden, Verwandten, Freunden, Pfarrerin und Kirchengemeinde zusammen gestalten. A. K.