„Eine kleine Idee, die bei uns Zuhause im Wohnzimmer entstanden ist, wurde plötzlich groß und der Garten der Kirche mit Begeisterung und Leidenschaft gefüllt.“, erinnert sich Susanne Schopp, Mitinitiatorin des ersten Picknickkonzerts in Esselborn, das am 29. September bei recht kühlen Temperaturen und wolkigem Himmel statt-fand. Immerhin war es trocken und Musiker, Musikerin, Besucherinnen und Besucher ließen sich nicht vom Wetter abhalten. Eingehüllt in warme Kleidung, mit Decken und warmen Getränken bepackt, genossen sie den Nachmittag bei Livemusik und mitgebrachten Leckereien im Freien.
Um 15 Uhr war der Kirchgarten in Esselborn schon gut gefüllt mit musikinteressierten Picknickbegeisterten – auch aus der Region. Foto von Susanne Schopp
„Der Garten war in gemütlicher Atmosphäre vorbereitet, eine kleine Bühne wurde aufgebaut, Liegestühle zum Entspannen wurden bereitgestellt, und damit niemand zu sehr frieren musste, gab es auch noch Decken zum Aufwärmen.“, berichtet Susanne Schopp. „Aus den kleinen Lunchpaketen, die jeder mitbrachte, ist in der Kirche ein tolles Buffet entstanden.“ Foto unten von Stefan Becker
Für die Livemusik, bestehend aus Gesang von Stefanie Schröder, Gitarre und Gesang von Thomas Boos, Percussions – gespielt von Jochen Hippler, Keyboard und Akkordeon – beherrscht von Oliver Weber, war vor dem Auftritt ein paar Abende lang im Wohnzimmer von Oliver Weber und Susanne Schopp geprobt worden.
Den Auftakt des Konzerts bildete „I can see clearly now the rain has gone“, ursprünglich gesungen von Jonny Nash, gefolgt von „What‘s Up“, im Original von den „4 non Blondes“. „Von der Musik war buntgemischt alles dabei, sicherlich gab es auch das ein oder andere bekannte Lied zum Mitsingen. Lieder von Peter Maffay, Roger Cicero, Elton John, Udo Lindenberg, Purple Schulz und vielen anderen Interpreten waren in eigenen Interpretationen zu hören.“, erklärt die Mitorganisatorin des Events.
Zwischen den Liedern gab es kleine Anmoderationen, um auf den jeweiligen Song einzustimmen und zum Nachdenken anzuregen. Diesen Part übernahmen abwechselnd Susanne Schopp und Pfarrerin Anja Krollmann. Foto von Melanie von Zabiensky
Zum Song „Freiheit“, im Original gesungen von Marius Müller-Westerhagen, erinnerte die Pfarrerin zum Beispiel an den historischen Moment, an dem dieses Lied zur Hymne wurde, den Fall der Mauer zwischen Ost- und West-Berlin 1989. Für den Song „Stand by me“ von Ben E. Kings gab sie eine Kurzzusammenfassung des gleichnamigen Kino-Films aus den USA „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ , der als Coming-of-Age- und Abenteuerfilm 1986 bekannt wurde. „Die Intention Menschen mit Musik eine kleine Freude zu machen, eine kurze Entspannung zu gönnen, einen Moment, um zur Ruhe zu kommen, scheint gelungen zu sein.“, freut sich Kirchenvorsteherin Schopp angesichts der vielen, die das Konzert besucht haben. Von acht bis 80 Jahren waren alle Altersgruppen vertreten – ein generationenübergreifendes Projekt, das trotz des widrigen Wetters gut angenommen wurde.
Foto von Susanne Schopp
„Schon jetzt freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit allen im nächsten Jahr, wenn es heißt Picknickkonzert 2.0, wieder mit tollem Programm, toller Atmosphäre und lieben Gästen.“, verspricht die Kirchenvorsteherin, die mit den Musikern der Veranstaltung inzwischen von einem Fernsehteam des SWR Zuhause besucht wurde und mit der Konzertidee in der Sendung Landesschau am 25. November vorgestellt worden ist. A. K.