Kinder lernen die Schöpfung zu achten

Um die Erde als braunes Element und alles, was in ihr wächst und auf ihr lebt, ging es beim Kinderbibeltag. Dieser fand am ersten Samstag im Oktober in Wahlheim statt. Am dortigen ev. Gemeindehaus trafen sich morgens Kinder und Betreuer, um mit einem Begrüßungskreis und einem Lied den Tag zu beginnen. Anschließend las Pfarrerin Anja Krollmann eine Geschich te vor, in der ein Gänseblümchen einen Jungen namens Tobi bat, achtungsvoller mit ihm umzugehen und es nicht zu zertreten, damit Menschen sich weiterhin an ihm freuen können. „Uns beide hat Gott gemacht.“, erklärte das Blümchen. Tobi verstand und ließ es leben.

Nach dieser Geschichte überlegten die Teilnehmer des Kinderbibeltags, was Gott alles geschaffen hat und wie wir besser damit umgehen. Danach machten sie einen Spaziergang, der durch Wahlheim und am Bach entlang führte.

Kinder

Beim Laufen, so lautete die Aufgabe für die Kinder, sammelten sie Dinge auf, die ihrer Meinung nach beispielhaft zu Gottes Schöpfung gehören.
Herrlicher Sonnenschein begleitete große und kleine Teilnehmer auf ihrem Weg. Wer aufmerksam war, konnte beim Spaziergang einiges von Gottes Schöpfung sehen. Viel Grün, Blüten, Blätter, Holz, Steine, Äpfel wurden in Tüten gesammelt und mit ins Gemeindehaus transportiert. Dort wurden die Ergebnisse auf einem Schöpfungstuch gesammelt. Mit den Materialien durfte später am Nachmittag gebastelt werden. Zunächst aber hörten die Kinder eine weitere Geschichte von Tobi, der mit seiner Mutter Samen im Garten gepflanzt hat und nicht abwarten konnte, bis der Same aufgeht. Doch alles Ziehen half nichts. Tobi musste lernen, dass das Wetter und die Natur für das Wachstum sorgen. So hat Gott es gemacht.

Nach Spielen im Hof und einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem es Schöpfungssuppe (alias Kartoffelsuppe mit Würstchen) gab, gekocht von Andrea Schmadel, begann der Kreativteil.

Tontöpfe bemalen

An einer Station wurden Tontöpfe bemalt, mit Erde gefüllt und Blumenziebeln hineingegeben.
Die fertigen Töpfe durften die Teilnehmer am Ende des Tages mit nach Hause nehmen. Wie in der Geschichte von Tobi müssen sie jetzt Geduld üben und den Pflanzen Zeit zum Wachsen geben.
Immerhin kann man den Pflanzen beim Wachstum zusehen, Entwicklungsfortschritte begutachten, beim Aufbrechen grüner Spitzen und prächtiger Blüten neben dran stehen.

Tontöpfe bepflanzen

Die Station „Blumentopfbemalen“ leitete Anna Glöckner aus Freimersheim. Bei der Durchführung halfen ihr Ann-Kathrin Steinbach aus Wahlheim, Valeska Wernersbach aus Esselborn sowie die Konfirmandin Sarah Arnold aus Freimersheim.

An einer weiteren Station wurden Schöpfungsbilder gemalt. Für die älteren Kinder gab es ein ganzes Schöpfungsbuch zu gestalten. Darin stand der Text über die Entstehung der Welt aus dem ersten Buch der Bibel, der Genesis, Kapitel 1. Zu den einzelnen Schöpfungsabschnitten konnten Bilder gemalt werden. Die Malstation beaufsichtigte die Konfirmandin Laura Sipp aus Freimersheim.

An einem anderen Tisch wurden Mobiles gebastelt. Dabei konnten die Kinder Material verwenden, die sie zum Teil beim Spaziergang am Morgen gesammelt hatten. Federn, Blätter, Blüten wurden an Fäden befestigt und an einen Holzstab gehängt. Dadurch entstanden bunte Windspiele, die an indianische Traumfänger erinnert haben. Die Mobilestation leitete Elke Herber vom Kindergottesdienst aus Wahlheim.

Kastanienbasteln

Einen Tisch weiter entstanden Tiere, Menschen und andere Figuren aus Kastanien. Mit Heißkleber, Bohrer, Streichhölzern und Spießen wurde tüchtig gewerkelt.

Die Station „Kastanienfiguren“ leitete die Kirchenvorsteherin Andrea Schmadel. Ihr halfen die Konfirmandinnen Justin Mayr-Ewald aus Freimersheim, Angelique Weick aus Kettenheim sowie die Konfirmanden Jan-Peter Ressler aus Esselborn und Sascha Weick aus Kettenheim.

An der Station Schöpfungsbild konnten Naturmaterialien auf buntes Papier geklebt werden. Die Leitung hatte Elisabeth Niederdräing vom Kindergottesdienstteam und Kirchenvorstandsmitglied in Freimersheim. Sie wurde unterstützt von den Konfirmanden Raphael Ditscher und Benjamin Weick aus Kettenheim sowie von Leon Tauchert aus Esselborn.

Nach den Stationen ging es zum Familiengottesdienst in die Wahlheimer Kirche. Dort wurde die Schöpfungsgeschichte aus Genesis 1 mit Bildern erzählt. Mit Bewegungsliedern und Gebeten ging der Kinderbibeltag zu Ende. Die Orgel spielte Iris Karl aus Freimersheim. Beim Aufräumen und Putzen halfen Karola Müller vom Kirchenvorstand Freimersheim sowie das Wahlheimer Küsterehepaar Otti und Klaus Bergunde. Allen Mitwirkenden sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt! A. K.

Schöpfungsbild

Schöpfungsbild von Sophie Ölmann aus Freimersheim.