Wiedereröffnung der Kirche

Musikalisch gestaltet wurde die Wiedereröffnung der Kettenheimer Kirche am Freitag, 27. November, durch das Ensemble Ariadne Musica, das mit Werken barocker Kirchenmusiker den Raum spirituell erfüllte. Zu Gehör kamen Arien aus Kantaten von Johann Sebastian Bach, die Vertonung des Psalms 104, Verse 33 und 34 von Alessandro Grandi, die Sonata "La Follia" von Arcangelo Corelli sowie Ausszüge der Suite G-Dur für Violoncello von Johann Sebastian Bach. Vom selben Meister stammten das Praeludium G-Dur BWV 568 und der Choral "Wer nur den lieben Gott lässt walten" BWV 691, mit denen das Konzert von Eric Bohn an der Orgel eröffnet wurde. Außerdem konzertierten Manuela Neuser (Sopran), Monika Schulz (Violine) und Günter Schulz (Violoncello). Das Publikum belohnte die Musiker mit lang anhaltendem Applaus, der von diesen mit der Arie "Jesus soll mein erstes Wort" aus der Bach-Kantate Nr. 171 als Zugabe erwidert wurde.

Truhenorgel und Gambe kamen ebenfalls zum Einsatz.
Foto A. K.

Am Sonnabend des 1. Advents fand der Festgottesdienst zur Wiedereröffnung statt. Ein Höhepunkt war die musikalische Gestaltung der Feier, die gesanglich getragen wurde vom Projektchor unter der Leitung von Franz-Josef Schefer, und instrumental mit Orgelmusik, gespielt von Dekanatskantor Rainer Groß. Er eröffnete den Gottesdienst mit der Dorischen Toccata BWV 538 von Johann Sebastian Bach. Zum Abschluss spielte Mirco Schmadel Rondo und Fanfare von Jean Joseph Mouret. 

Der neugestaltete Altarraum mit Adventskranz.
Foto A. K.

Als geladene Ehrengäste kamen die Dekanin des Ev. Dekanats Alzey, Pfarrerin Susanne Schmuck-Schätzel, der Geistliche der katholischen Kirchengemeinde, Pfarrer Markus Warsberg, der für die Heizungs- und Elektroarbeiten in der Kirche verant-wortliche Ingenieur, Heinz Doleschel, sowie Leiter und Mitarbeitende des Architekturbüros Klenner, das für die Bauleitung während der Innenrenovierung zuständig war. Nach dem Gottesdienst erfolgten Grußworte durch die Dekanin und den Ortsbürgermeister Wilfried Busch.

Im Anschluss an den Festakt lud die Pfarrerin im Namen der Kirchengemeinde zum Sektempfang ein.
Fotos A. K.
 
 
 

Besondere Bewunderung fand der Altar, der als neues Kleinod  der Kettenheimer Kirche bezeichnet werden kann. Lob gab es für den Anstrich der Orgel. Aber auch die Klarheit des Raumes wurde bestaunt. 

Gelohnt haben sich die Arbeiten allemal. Das haben viele der Anwesenden an diesem Abend, allen voran die Dekanin und der Bürgermeister in ihren Grußworten, bestätigt. Erstere überreichte der Kirchengemeinde einen Gutschein im Wert von 250 Euro, der für einen neuen Opferstock, ein Regal für die Gesangbücher oder eine andere Neuanschaffung in der Kirche verwendet werden kann. Bürgermeister Busch dankte dem Kirchenvorstand und der Pfarrerin für den Mut, das Kirchengebäude in dieser Größenordnung saniert zu haben, das aufgrund seiner Barrierefreiheit innen und der Größe des Raumes auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann, und wünschte der Gemeinde, dass die Kirche im Ort lange erhalten bleibe.

Dank gab es auch von Seiten der Pfarrerin für die bereichernde Chormusik und die Arbeit der Kirchenmusiker, die den Gottesdienst mitgestaltet haben. Dank gilt an dieser Stelle der Freiwilligen Feuerwehr Kettenheim mit ihrem Wehrführer Arno Roepke, die die Blumenkübel an der Kirche vor der Eröffnung in ehrenamtlicher Leistung wieder an Ort und Stelle geschoben haben, der Küsterin Elvira Atzinger für ihre tatkräftige Unterstützung, mit der sie den Kirchenraum vor dem Gottesdienst wieder hergerichtet hat, sowie dem Team am Sektausschank:

Hannah Butz, Heike Butz und Andrea Roepke. 

 

Ein altes Gebäude, in seinem Inneren erneuert, bietet seinen Besuchern einen Raum der Ruhe, des Gebets, der Meditation, zum Innehalten, Gott Nahekommen und Atemholen. Geöffnet ist der Raum zu den Gottesdiensten. Wer die Kirche außerhalb dieser Zeiten besuchen mag, wende sich an den KV.

A.K.